Halbjahresbilanz der DRF Luftrettung

BK 117 Hubschrauber im Einsatz für die DRF Luftrettung Bremen

24.07.2013

Halbjahresbilanz der DRF Luftrettung
Bremer Luftretter fliegen 454 Einsätze

Ein Patient, dessen Lunge versagt, ein Kind mit einem angeborenen Herzfehler, das nur Stunden nach der Geburt in einer Spezialklinik operiert werden muss – im Notfall zählt jede Minute. 454-mal starteten die Bremer Besatzungen der DRF Luftrettung im ersten Halbjahr 2013, um Menschen in Not schnelle medizinische Hilfe zu bringen (Januar bis Juni 2012: 411 Einsätze).

„Oft muss es bei Transporten zwischen Kliniken schnell gehen, da die Patien-ten in einem kritischen Zustand sind“, erläutert Adriana Langer, Pilotin an Bord von „Christoph Weser“, die Vorteile der Luftrettung. „Wenn beispielsweise ein Patient in ein Herzkatheterlabor gebracht werden muss, dann sind wir häufig das schnellste und schonendste Transportmittel. Zudem stehen wir für die Notfallrettung bereit und ergänzen hier den bodengebundenen Rettungsdienst.“

Der mit einem Piloten, einem Notarzt und einem Rettungsassistenten besetzte Hubschrauber der DRF Luftrettung ist täglich von 8.00 Uhr morgens bis Sonnenuntergang einsatzbereit. „Christoph Weser“ wird als schonendes Transportmittel für Patienten zwischen Kliniken oder als schneller Notarztzubringer in der Notfallrettung eingesetzt. Orte im Umkreis von 60 Kilometern kann er in maximal 15 Minuten erreichen. Neben dem Bremer Stadtgebiet wird der rot-weiße Hubschrauber auch in die angrenzenden Landkreise Diepholz, Verden, Rotenburg, Stade, Cuxhaven, Bremerhaven, Ammerland, Delmenhorst, Cloppenburg, Vechta, Oldenburg und Ostfriesland alarmiert.

40 Jahre DRF Luftrettung
Die DRF Luftrettung blickt in diesem Jahr auf ihr 40-jähriges Einsatzjubiläum zurück: Im März 1973 startete der erste Hubschrauber der DRF Luftrettung von Stuttgart aus, um bei einem Verkehrsunfall schnelle medizinische Hilfe zu bringen. Heute setzt die DRF Luftrettung an 31 Stationen in Deutschland, Österreich und Dänemark Hubschrauber für die Notfallrettung und für dringende Transporte von Intensivpatienten zwischen Kliniken ein, an acht Stationen sogar rund um die Uhr. Darüber hinaus setzt die DRF Luftrettung Ambulanzflugzeuge für die weltweite Rückholung von Patienten ein. Insgesamt hat sie in den vergangenen 40 Jahren bereits über 700.000 Rettungseinsätze geleistet.

In Deutschland hat jeder Betroffene Anspruch auf den Einsatz eines Rettungshubschraubers, wenn dies medizinisch erforderlich ist. Während im bodengebundenen Rettungsdienst nach Einsatzpauschalen vergütet wird, werden Luftrettungseinsätze mit den Krankenkassen nach geleisteten Flugminuten abgerechnet. Diese Erstattungen decken im bundesweiten Durchschnitt nur die Kosten der Grundversorgung. Investitionen in moderne Hubschrauber, neueste medizintechnische Geräte und spezielle Fortbildungen muss die DRF Luftrettung selbst tragen. Zur Finanzierung ihrer Arbeit ist die gemeinnützig tätige Organisation deshalb auf die Unterstützung von Förderern und Spendern angewiesen.

Mehr Informationen online unter www.drf-luftrettung.de oder www.facebook.com/drfluftrettung

Hinweis für die Redaktion:
Pressefoto-Download sowie kostenloses Footage-Material und sendefähige O-Töne unserer Piloten, Notärzte und Rettungsassistenten finden Sie hier: https://presse.drf-luftrettung.de/de/multimedia
Nutzung honorarfrei. Quelle „DRF Luftrettung“.